Paris, je t’aime

Großefehn, Juni 2013. Von Großefehn aus ging es am 3. Juni um 6 Uhr früh mit 37 Schülerinnen und Schülern und 5 Betreuungskräften der KGS nach Paris. Große Aufregung ging einher mit gespannten Erwartungen, denn für die meisten war es die erste Fahrt nach Frankreich. Damit war dies auch die erste Gelegenheit, die in der mittlerweile zwei Jahre andauernden Spracherwerbsphase gewonnenen Französischkenntnisse zu erproben.

Nach etwa 12 Stunden Fahrt und kurzem Aufenthalt im Hotel ging es in das wunderschöne historische Viertel Quartier Latin , um dort in den belebten Straßen und Gassen die französische Lebensart in den vielen Bars, Cafés und Restaurants zu beobachten und natürlich selbst daran teilzuhaben. Auch wenn sich die Nahrungsaufnahme bei den meisten an diesem Abend auf Crêpes beschränkte, waren doch alle froh, dass es mit dem Metrofahren und mit den ersten eigenen Erfahrungen so gut geklappt hatte.

Eine Stadtrundfahrt mit deutscher Begleitung am folgenden Vormittag gab einen guten Überblick über die touristischen Höhepunkte der Weltstadt. Dazu zählen natürlich der Eiffelturm, an dem viele Souvenirs gekauft wurden, der Arc de Triomphe, der imposante Invalidendom sowie die zahlreichen schönen Seine-Brücken.

Am Nachmittag setzte Busfahrer Peter die ganze Gruppe am Montmarte ab, denn dort stand eine Stadtrallye auf dem Programm. Sie begann an den Treppen, die zur weiß leuchtenden Kirche Sacré-Cœur hinaufführen und erforderte ein gutes Maß an Orientierungssinn und Aufmerksamkeit. Doch alle Schüler kamen nach etwa 4 Stunden an der Metrostation Abbesses an und hatten einen Großteil der Aufgaben bewältigt.

Zum Schluss des Tages nutzten einige die Gelegenheit, die berühmte Notre-Dame zu besichtigen, andere machten einen Abstecher von der Ile de la Cité in Richtung Quartier Latin oder Saint Germain oder genossen einfach die Abendstimmung am Ufer der Seine.

Nervenkitzel erwartete die Großefehntjer am Mittwoch. Vor den Toren von Paris konnten sie sich im Eurodisneyland austoben. Die Themenparks Frontierland, Adventureland, Fantasy- und Discoveryland gruppieren sich dort um ein gigantisches Dornröschenschloss und bieten eine Menge Spaßpotential. Eine besondere, aber gerne und häufig angenommene Herausforderung stellte die Fahrt im Space Mountain dar. Trotz der zunehmenden Hitze wurde die Zeit in dem fast 2.000 Hektar großen Freizeitkomplex nicht lang.

Der Vormittag des letzten Tages war dem berühmten Museum Louvre gewidmet. Sonja Bruns hatte für die etwa anderthalbstündige Führung einige wichtige Bilder und Statuen ausgewählt, die sie in Zusammenarbeit mit Manuel Greuling vorstellte. So erfuhren die Schülerinnen und Schüler nicht nur etwas über Mona Lisa, sondern auch über die Krönung des Kaisers Napoleon I und über Die Hochzeit zu Kana. Sie wissen nun auch, warum die Venus von Milo ohne Arme und die ansonsten beeindruckende Nike von Samothrake sogar ohne Kopf dasteht. Ebenso spannend waren die Erläuterungen über den Sterbenden Sklaven , der bei genauem Hinsehen gar nicht so leidend aussah. Und die anrührende Geschichte von Psyche und Amor zog schließlich alle in den Bann.

Dem Museumsbesuch folgte ein Spaziergang durch die königlichen Gärten (Jardin des Tuileries) über den Place de la Concorde zur viel besungenen Prachtstraße Champs-Elysées. Ein letzter Blick galt dann dem Arc de Triomphe, der aus Zeitgründen nicht mehr bestiegen werden konnte.

Die Metro brachte die Gruppe zum riesigen Einkaufszentrum Les Halles, wo noch das ein oder andere Souvenir besorgt werden sollte. Letzte Aufgabe: „Wir treffen uns um 18.45 Uhr vor dem Centre Georges Pompidou.“ Und auch das hat geklappt. Vor dort aus ging es zurück zum Hotel, wo Peter mit seinem Bus auf uns wartete, um uns über Nacht wieder nach Großefehn zu fahren. Dort kam die Reisegruppe etwas übernächtigt, aber glücklich und zufrieden am 7. Juni um 7.30 Uhr wieder an.

Ein großes Dankeschön ging auf der Zielgeraden noch einmal an Karin Hamel, die sich darum gekümmert hatte, dass die Paris-Fahrt auch in diesem Schuljahr wieder stattfinden konnte. Ein Kompliment ging aber auch an die Schüler, die sich nahezu ausnahmslos vorbildlich verhalten haben. Merci et à bientôt, Paris!

 

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