Schüler bestellten Essen auf Englisch
KGS Großefehn baute im Unterricht erstmals Sprachendorf auf

Großefehn – Die Kooperative Gesamtschule (KGS) Großefehn hat im Fremdsprachenunterricht neue Wege beschritten. Erstmals war in der Mensa für zwei Tage ein Sprachendorf aufgebaut worden. Das heißt, dass rund 130 Schüler des siebten Jahrgangs mit mehreren Alltagssituationen konfrontiert wurden. Sie mussten sich in englischer, französischer und niederländischer Sprache mit Gesprächspartnern verständigen und sich zu Fragen von Lehrern äußern.


Linkes Foto: Im Restaurant hatten die Siebtklässler Okko de Wall (links) und Mirko Eilers die Aufgabe, in englischer Sprache etwas zu bestellen. Dieses war eine Station im Großefehner Sprachendorf.

„Diese Aktion diente für die Kinder unter anderem als Vorbereitung auf die England- und Frankreichfahrt, die im Juli ansteht“, sagten die Organisatorinnen Anja Fischer und Ellen Zarghami. Zusammen mit über 20 anderen Sprachlehrern aus Großefehn, Emden, Aurich, Wiesmoor, Wittmund und Marienhafe sowie zwei pensionierten Lehrern und ehemaligen KGS-Schülerinnen wurden sieben Stände betreut. Diese waren eigens in der Mensa mit vielen Requisiten, die zu den jeweiligen Themen passten, als Sprachendorf aufgebaut worden.

Angeboten wurden eine Arztpraxis, ein Marktstand, ein Restaurant, eine Tourismusinformation, eine Polizeistation, eine Boutique sowie das Zimmer einer Gastfamilie. Die Siebtklässler, die im Unterricht  mehrere Wochen lang auf die Thematik vorbereitet worden waren, mussten sich in Gesprächen mit dem „Fachpersonal“ in der jeweiligen Sprache verständigen. Dazu gehörte das Beantworten von Fragen und das selbständige Formulieren von Sätzen.

Das Modell des Sprachendorfes kommt ursprünglich aus den Niederlanden. „Mit diesem System soll die Sprechfähigkeit der Schüler gefördert werden“, betonten die Lehrkräfte. Kinder üben in Alltagssituationen und erfahren dabei, wie es funktioniert, sich selbständig in Dialogen auf Englisch, Französisch oder Niederländisch zu präsentieren. Dazu hatten Hauptschüler, Realschüler sowie Gymnasiasten ausreichend Gelegenheit.

Die Aktion hatte für die Siebtklässler übrigens auch notentechnische  Bedeutung. Die Gespräche an jeweils drei Stationen wurden bewertet. „Das Gesamtergebnis ersetzt eine schriftliche Klassenarbeit“, erklärten Anja Fischer und Ellen Zarghami. Die Vorbereitung auf das Sprachendorf sei sehr zeitintensiv gewesen. „Aber es hat sich gelohnt. Das Ganze war eine runde Sache und ist auch bei den Schülern gut angekommen“, hieß es. 

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