Klangraum“ Mensa: Von Waterphone bis Chinagong – eine musikalische Reise um die Welt

Reinhard Stille kann auch laut sein: Gerade bläst er lautstark in ein Didgeridoo und erzeugt dabei sogar verschiedene Tierstimmen. Als er danach einen Jungen fragt, was er gehört habe, antwortet dieser: „Eine Ameise!“ Damit ist das Eis gebrochen. Alle Mädchen und Jungen lachen und verfolgen anschließend gebannt die weitere Vorführung der exotischen Instrumente, die der Meister der Instrumente aufgebaut hat.

Chinagong, Schlitztrommel, Regenmacher, Muschelhorn und viele andere Instrumente sorgten am 14. und 15. Juli bei den Mädchen und Jungen der fünften Klassen (5R1, 5R2, 5H1, 5G1, 5G2) und bei acht Schülerinnen und Schülern der 7R1 für atemlose Spannung, Neugier und für den Wunsch, diese Instrumente, die aus allen Erdteilen stammen, einmal selbst auszuprobieren.

Nach einer ca. 40-minütigen Einführung, in der Herr Stille die Herkunft und Geschichte der Instrumente erzählte, dabei auch viele Fragen beantwortete und einigen Schülerinnen und Schülern schon mal kleinere Rhythmusinstrumente ausprobieren ließ, durften die Jungmusiker unter seiner Anleitung selbst nach Herzenslust musizieren. Die Routine des Instrumentenliebhabers und Restaurators, der seit 15 Jahren Schulen in Niedersachsen bereist, sorgte dafür, dass wunderschöne Musik entstand. Auf diese Weise brachte Herr Stille seine Leidenschaft für Instrumente auf lebendige Art näher. Da spürte so manches Kind Klänge im Bauch und an den Füßen. Einige Instrumente waren zart und leise, andere dafür umso lauter. Der Chinagong, das Muschelhorn und das Didgeridoo sorgten dafür, dass das Publikum hellwach war. Dagegen erzeugten z.B. die keltische Harfe und das Röhrenglockenspiel ruhigere Klänge.

Insgesamt fanden drei Veranstaltungen statt. Je zwei Klassen nahmen daran teil und erprobten die Musik anderer Kulturen. Die Stimmung der Instrumente sorgte dabei für einen harmonischen Klang, sodass auch Laien erstaunliche Klangergebnisse erzielten. Besonders beeindruckend aber war das gemeinsame Spiel am Ende, dass Herr Stille mit klaren Anweisungen nach und nach einleitete.

Beschwingt und mit neuen Impressionen verließen die Mädchen und Jungen die Veranstaltungen. Insgesamt war das Projekt ein voller Erfolg und eine echte Bereicherung für den musikpraktischen Unterricht. Auch wurde den Schülerinnen und Schülern die kulturelle Vielfalt verdeutlicht. (Dita Werkmeister)

 

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