Schulleiter will neue Herausforderung
KGS Großefehn verabschiedete langjährigen Chef Dr. Udo Cronshagen

Großefehn – Wer nach knapp 16 Jahren seinen Arbeitsplatz verlässt, verspürt „Bauchgrummeln“. Das war am vergangenen Mittwoch nach eigener Aussage auch bei Dr. Udo Cronshagen der Fall. „Ich verlasse die KGS Großefehn mit einem lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge“, sagte er bei seiner Verabschiedung. Wie berichtet, wird er ab Februar als Schulleiter der KGS Schinkel nach Osnabrück wechseln.

Seine letzte Amtshandlung in Großefehn bestand in der Verabschiedung der dienstältesten KGS-Kollegin Grete Waldmann, die Ende Januar in den Ruhestand geht. Sie kam 1974 als Gymnastiklehrerin aus Oldenburg nach Großefehn und war somit fast 42 Jahre lang im Schuldienst. Cronshagen bescheinigte der Pädagogin für die Fächer Sport und Textiles Gestalten einen guten Job. „Sie hat akribisch gearbeitet, auch Nicht-Sportler motiviert und nie den kritischen Blick für unsere Schule verloren“, sagte der Direktor. Grete Waldmann möchte jetzt mit ihrem Mann Klaus viel mit dem Wohnmobil reisen und Motorrad fahren.


Schulleiter Dr. Udo Cronshagen (links) verabschiedete mit seiner "letzten Amtshandlung an der KGS Großefehn" die langjährige Lehrerin Grete Waldmann. Sie geht in den Ruhestand.

Für seine Hobbys wird Udo Cronshagen hingegen nicht so viel Zeit haben. Er übernimmt in Osnabrück eine Schule, die doppelt so groß ist wie die in Großefehn. „Ich suche eine neue Herausforderung“, sagte er zu den Gründen seines Wechsels, wohlwissend: „Ein solches schulisches Umfeld und einen solche Kollegialität wie in Großefehn findet man so schnell nicht wieder.“

Entsprechend positiv fiel die Bilanz des Gesamtschuldirektors nach knapp 16 Jahren aus. Der Lehrer mit den Fächern Chemie und Biologie bescheinigte den Lehrkräften „hohe Leistungsbereitschaft“, trotz wachsender Bürokratie und erhöhter Anforderungen. Cronshagen nannte die Stichworte vernachlässigte und beeinträchtigte Kinder sowie das Flüchtlingsproblem.. „Unterricht ist inzwischen Leistungssport“, sagte er. Vermittelt werde heute nicht mehr nur Wissen, sondern auch Kompetenz.

Als Schulleiter sei man einem hohen Druck ausgesetzt und trage viel Verantwortung. „Leider bleibt mittlerweile zu wenig Zeit für die pädagogische Arbeit“, so Cronshagen. Dennoch identifiziere er sich mit dem Job. Auch zu seiner Nachfolge an der KGS Großefehn, die noch nicht geklärt ist, äußerte er sich. „Ich hoffe, dass meine Stellvertreterin Silvia Fleßner meine Arbeit weiterführen darf.“

Fleßner bescheinigte dem scheidenden Schulleiter, „viele neue Wege erfolgreich gegangen zu sein“. Sie nannte als Beispiele die Schulsozialarbeit, die Schülerfirma, die Inklusion oder die Logbücher im Unterricht. Cronshagen habe immer „bedacht gehandelt und keine Schnellschüsse fabriziert“. Lob und Präsente bekam der Direktor auch von Bürgermeister Olaf Meinen, von der Förderkreis-Vorsitzenden Monika Peters, dem Personalrats-Vorsitzenden Detlev Schoone, der Ex-Schulelternratsvorsitzenden Silke Lukes sowie den Schülervertretern Neele Breuer und Steffen Willerts.

Das Kollegium verabschiedete seinen Chef mit dem Lied „Schön war es mit dir in Großefehn“ nach der Melodie von „Schön ist es auf der Welt zu sein“, begleitet von Dita Werkmeister im Klavier.


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